Mein Name ist Heinz Werner Knörnschild. Ich lebe seit 30 Jahren in Brensbach, bin verheiratet und habe eine erwachsene Tochter.
Unser Zuhause befindet sich im historischen Ortskern von Nieder-Kainsbach: der „Eitenmüller-Hof“ aus dem Jahr 1827 mit Blick auf die „Alte Schule“.
Ich bin Betriebswirt und war in verschiedenen Führungspositionen als Geschäftsführer und Vorstand in der Wirtschaft tätig. Vor mehr als 20 Jahren erfolgte der Schritt in die Selbstständigkeit, um mein Wissen und meine Fähigkeiten in weiteren Unternehmen einzubringen. Meine Schwerpunkte liegen in den Bereichen Finanzen, Marketing und Kommunikation sowie in der strukturellen Neuausrichtung, in der Organisationsentwicklung und in der Unternehmensnachfolge.
Seit 2021 bin ich Mitglied der Gemeindevertretung Brensbach, Vorsitzender des Haupt- und Finanzausschusses und Mitglied im Sport-, Kultur- und Sozialausschuss. Eine intensive Zeit, in der ich die Innenansicht der Kommune Brensbach und ihre Strukturen kennenlernen durfte. Die Kompetenz aus dieser Zeit bewegt mich zur Kandidatur für das Amt des Bürgermeisters. Sie bildet die Grundlage, um erforderliche Veränderungen anzustoßen.
Brensbach neu denken beschreibt meinen Anspruch in allen Themen rund um die Gemeinde Brensbach.
Die Verwaltung befindet sich im Transformationsprozess.
Wir werden den Wandel beschleunigen. Und zwar mit den Ausgangspunkten der gemeindlichen Planungen und den damit verbundenen Zielen. Einer pünktlichen und stimmenden Datenbasis. Einem exzellenten Personal- und Projektmanagement. Wir werden den Raum für Innovation und kontinuierliche Verbesserung schaffen.
Das fängt an mit exakten und den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Jahresabschlüssen und den zeitlichen Vorgaben entsprechenden Haushaltsplanungen. Effizient und zielorientiert werden wir die Umsetzung getroffener Beschlüsse dokumentieren, nicht nur für die Gremien, sondern im Besonderen für die Bürgerinnen und Bürger in Brensbach. Nachvollziehbarkeit schafft Transparenz und Vertrauen.
Ganz oben auf der Agenda der Optimierungen steht ein professioneller Umgang und die einsehbare Dokumentation von Fragestellungen, Anregungen, ja und auch mit Beschwerden aus der Bürgerschaft.
Wo sind die Grenzen der Belastbarkeit?
Mit der Präsentation der Haushaltsplanung 2026 wird es klar: Brensbach-neu-denken steht ganz oben auf der Agenda, auch bei den Finanzen. Ein weiter so, kann es nicht geben. Der Kreislauf, Kostensteigerungen akzeptieren und Steuern erhöhen, ist nicht besonders kreativ und schon gar nicht zielführend. 2029 „kratzt“ Brensbach dann die 1.000 v. H.-Marke bei der Grundsteuer B und unsere Rücklagen sind gegen Null. Weitere Risiken sind erkennbar. Umsteuern, Ursachen analysieren, Lösungen definieren, umsetzen, ist angesagt.
Generationengerechtes Handeln bedarf einer klaren Definition mit einer Grenze der Verschuldung. Steigende Aufwendungen für Folgekosten bei Investitionen, für Zinsen und Zahlungen für Tilgung schränken die Spielräume für betriebswirtschaftliches Agieren ein. Erhöhung der gemeindlichen Steuern (Grundsteuern/Gewerbesteuer) ist die „Ultima Ratio“ und kein Automatismus. Brensbach wird kontinuierlich kleiner und älter. Was bedeutet das u. a. für die Finanzen? Fixkosten verteilen sich auf immer weniger Steuerzahler. Die Pro-Kopf-Belastung der Bürger sinkt nur mit wachsender Bevölkerung. Die demografische Entwicklung (2025 > 25% der Einwohner sind 65 +) zeigt auf, dass in zehn Jahren jeder Dritte über 65 Jahre sein wird, mit gravierenden Folgen auf die Finanzen. Warum? Bei der Berechnung der Höhe der Zuweisungen (Schlüsselzuweisungen, Umsatzsteueranteil, Einkommensteueranteil) ist die Einwohnerzahl ein wichtiges Kriterium. Sinkende Einwohnerzahlen und wachsende Austritte aus dem Arbeitsprozess bedeuten zurückgehende Einnahmen.
Folge: Ohne Gegenmaßnahmen steigt die Pro-Kopf-Belastung.
Es gibt eine Vielzahl von Vereinen und Initiativen in Brensbach, verbunden mit einer hohen Anzahl von Veranstaltungen über das ganze Jahr verteilt. Attraktivität, auch um Zuzug zu generieren, ist professionelle Kommunikation nach innen und nach außen, gepaart mit dem Anspruch in einer gesteigerten Wettbewerbssituation zu anderen Kommunen erfolgreich zu sein. Inhaltliche Aufladung für eine zukunftsorientierte, moderne Gemeinde, auf allen Feldern ist das Gebot. Tue Gutes und rede darüber!
Das Land Hessen hat die Beteiligungsrechte von Kindern und Jugendlichen ausdrücklich in der Hessischen Gemeindeordnung (§§ 4c, 8c HGO) festgeschrieben. Unter Mitwirkung der Jugendpflege werden wir diese Beteiligungsrechte der Kinder und Jugendlichen stärken und gleichzeitig Neugierde und Interesse an der kommunalpolitischen Arbeit wecken. So geht Zukunft!
2030 ist der Anteil der Ü 65 bei 30%. Eine stärkere Fokussierung auf dieses Drittel unserer Mitmenschen ist unsere Aufgabe. Die Familie ist die tragende Säule des Staates. Sie ist ein Garant für die Generationenfolge, der Generationensolidarität. Der Geburtenrückgang und die zunehmende Überalterung der Bevölkerung, der gesellschaftliche wie auch der familiäre Wandel stellen vor allem die Kommunen vor spezifische Herausforderungen, Anforderungen aber auch Chancen. Fakten schaffen in Form eines Familienplans mit dem Schwerpunkt Kinder und Senioren. Kommunale Fördermittel dazu gibt es und müssen beantragt werden.
Steigende Einwohnerzahlen bedingen einer attraktiven Gemeinde auf allen Gebieten. Ganz vorne rangiert hier das Thema Arbeit und Wohnen. Wohnen kann Brensbach pro Aktiv gestalten. Neben dem Baugebiet „Am Kirschberg“ bietet sich mit dem Gelände „Bolzplatz“ eine weitere Gestaltungsmöglichkeit für vielfältige Wohnformen. Das auf „Eis liegende“ private Projekt „An der Hornsmühle“ sei hier auch zu nennen. Und der erst kürzliche in den Gremien debattierte Regionalplan hat gezeigt, dass in verschiedenen Ortsteilen durchaus Möglichkeiten vorhanden sind. Von einer „Innerortsverdichtung“ ganz zu schweigen.
Um Brensbach klimaneutral zu machen, braucht es eine eindeutige Zielsetzung mit ambitionierten Maßnahmen in Sektoren wie Gebäude, Energie und Mobilität. Zentral sind energetische Sanierung, Ausbau erneuerbarer Energien, Kreislaufwirtschaft und die Entwicklung nachhaltiger Mobilitätskonzepte, ergänzt durch Förderprogramme und intensive Bürgerbeteiligung. Die kommunale Wärmeplanung läuft. Der Prozess zur gemeinsamen Definition der Zielsetzung mit verbindlichen Zielerreichungsgraden nach ökonomischen und ökologischen Gesichtspunkten wird unser Herzensprojekt an dem wir auch die TU-Darmstadt und die LandesEnergieAgentur Hessen beteiligen.
Neutrale Analyse, konzeptionelles Denken auf betriebswirtschaftlicher Grundlage und kreative Ideen bilden das Fundament meines Handelns.
Gemeinsam mit Ihnen, dem Team im Rathaus, den Gremien, dem Kreis und erweiterten Netzwerken gehe ich neue Wege, um Wachstum zu ermöglichen und zusätzliche Einnahmequellen zu erschließen.
Unser gemeinsames Ziel ist es, die Gemeinde verantwortungsvoll weiterzuentwickeln und die Belastungen für alle zu begrenzen.
Ihr Herz schlägt für Brensbach?
Dann lassen Sie uns gemeinsam daran arbeiten.
